:: .. / Vereinsgeschichte  
:: zähler
:: login
:: downloads
:: impressum
:: sitemap
Februar 2012
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829
<<< heute >>>
 



Der Verein 1935

Heinrich Brenner

Heinrich Brenner wirkte 46 Jahre lang als Kapellmeister von 1880 - 1926.

Alex Brenner

Alex Brenner leitete den Verein von 1926 - 1948.

Josef Bender

Josef Bender leitete den Verein von 1946 - 1968.



Der Verein 1983.

Rudolf Zart

Rudolf Zart leitete den Verein von 1959 - 1983.



Der Verein 1991
Unsere Vereinsgeschichte

Der Musikverein "1871" Niederfischbach, Mitglied des Deutschen Volksmusikerbundes, ist der älteste Musikverein des Kreises Altenkirchen. Damit Ihr, liebe Musikfreunde, euch unserem Verein vertraut fühlen könnt, geben wir Euch ein kurzen Überblick über dessen Geschichte.

Die Vereinsgründung fiel in die Zeit nach dem Ende des deutsch-französischen Kriegs 1870/71. Militärmusikmeister Adolf Mann, der beim Einzug der preußischen Truppen in Paris in der Militärkapelle mitwirkte, hatte hieran entscheidenden Anteil.

Sicher wurde schon vorher Musik im Asdorftal gemacht. Das geht aus einem Dokument aus dem Jahr 1879 hervor, als der Verein "alten Musikern" eine Trommel abkaufte. Diese hatten also schon lange vor der Gründung des Musikvereins "mit Pauken und Trompeten" musiziert. Es waren meist Berg- und Hüttenleute, die in den zahlreichen Eisen- und Silbergruben oder den "Eisenschmelzen" der Umgebung arbeiteten, die in ihrer knappen Freizeit musizierten und den Verein mitgründeten.

Der junge Verein fand in Musiklehrer Philipp Knüppel seinen ersten Leiter und Ausbilder. 1873 folgte ihm Peter Schuster, der drei Jahre die Musikkapelle führte. 1876 übernahm Adolf Mann den Dirigentenstab. Vermutlich war er zu diesem Zeitpunkt pensioniert worden und fand jetzt mehr Zeit, privat zu musizieren. Er brachte "durch militärischen Schliff, ausgeprägt durch Fleiß und Genauigkeit in der Übung, den Musikverein auf eine beachtliche Höhe", wie es damals formuliert wurde. Adolf Mann war auch um den Fortbestand des Vereins besorgt und hinterließ, als er 1880 den Taktstock aus der Hand legte, nicht nur einen geschulten Klangkörper, sondern hatte auch einen kompetenten Nachfolger "aufgebaut": Heinrich Brenner, Mitgründer des Vereins, wirkte 46 Jahre lang als Kapellmeister!

Er prägte den Verein derart, daß dieser inoffiziell bald seinen Namen trug und im Volksmund "Brennersche Kapelle" genannt wurde. Vielseitig war die Art der Auftritte. Die Kapelle gab Konzerte, spielte bei Kirmesveranstaltungen, Feuerwehr-, Sänger-, Gesellen-, Turner-, Krieger-, Knappen- und Schützenfesten, umrahmte Tierschauen musikalisch, trat sogar als Zirkusorchester auf, musizierte bei Hochzeiten, Fastnachts- und Maifeiern und bei zahlreichen anderen Anlässen. Hierzu gehörten alljährlich die Feiern zu "Kaisers Geburtstag" und andere patriotische Anlässe. So wurde im März 1913 " zur Erinnerung an die Gedenktage der Befreiungskriege 1813" und im Juni des gleichen Jahres zur "Jubiläumsfeier des Kaisers" musiziert. Die musikalische Umrahmung kirchlicher Feiern war für Niederfischbachs Musiker stets selbstverständlich. Fronleichnamsprozessionen, Martinszüge, besondere kirchliche Feste wie Erstkommunionfeiern und Pilgerfahrten wurden musikalisch umrahmt. An der Liboriusprozession in Weidenau nahmen Niederfischbachs Musiker jahrelang teil. In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 war diese Prozession der einzige Auftritt der Kapelle außerhalb der Gemeinde.

Kameradschaftspflege war für die Musiker stets eine wichtige Aufgabe in ihrer Vereinsarbeit. Regelmäßig wurden Kaffeekränzchen, Wanderungen oder Ausflüge gemacht. Im Januar 1921 veranstaltete der Verein mit dem 50jährigen Jubiläum sein erstes größeres Fest.
Als Heinrich Brenner 1926 aus Altersgründen die musikalische Leitung des Orchesters aufgab, war die "Ära Brenner" noch nicht beendet. Sein Sohn Alex Brenner, auf der Musikhochschule Köln fachlich ausgebildet, übernahm die Stabführung und leitete den Verein bis 1948.
Auch während des Zweiten Weltkriegs erlahmte die Vereinsarbeit nicht völlig. In den ersten Jahren wurde bei kirchlichen Anlässen auch noch musiziert. Schon im Sommer 1945 nahm das Orchester die Probenarbeit wieder auf und gab Anfang 1946 das erste Konzert nach dem Krieg.

Von 1946 bis 1968 war Josef Bender, von 1959 bis 1983 Rudolf Zart Kapellmeister. In diese Zeit fielen die Jubiläumsfeiern anläßlich des 75-, 80-, 90-, 100- und 110-jährigen Bestehens. Besonders das 100jährige Jubiläum, ein fünftägiges Fest unter Mitwirkung des Heeresmusikkorps aus Düsseldorf, war ein besonderer Glanzpunkt.

Seit 1983 leitet Johannes Leitner das Orchester. Er ist Berufsmusiker und gehört zum Ensemble der Oper Dortmund, stammt jedoch aus Niederfischbach und hatte seinen ersten Musikunterricht von einem Ausbilder des Vereins erhalten. 1988 gelang es dem Musikverein Niederfischbach beim Bundeslaienorchester-Wettbewerb " Landessieger Rheinland-Pfalz" zu werden. Hierdurch war das Orchester startberechtigt beim Bundesentscheid in Berlin. Fünf Tage lang musizierten Niederfischbachs "Tonkünstler" zusammen mit den besten deutschen Orchestern in der damals noch geteilten Hauptstadt - einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte.

Nach dem glanzvollen 100jährigen Jubiläum war das Interesse Jugendlicher an der Musikausbildung groß.
Der damalige zweite Kapellmeister Emil Zart gründete daraufhin ein Jugendorchester, das bis heute dem Blasorchester ein wertvoller "Jungbrunnen" ist. Wenn heute ein junger Musiker ins Blasorchester wechselt, verfügt er schon über Orchestererfahrung. Nach Emil Zart dirigierte Johannes Leitner das Jugendorchester, bis er zum Kapellmeister gewählt wurde. Danach übernahm Manfred Hof dessen Leitung. Als dieser - wie vor ihm schon viele Vereinskollegen - Berufsmusiker wurde, übernahm Andreas Glöckner die Leitung des Jugendorchesters. Heute leitet Wolfgang Mertens die neu gegründete Jugendkapelle die aus ca. 30 neu Anfänger besteht.

nach oben


 
 seite drucken |  seite empfehlen |  zu favoriten |        © 2007 Armin Velten